Sie befinden sich hier: Newsletter
Samstag, 23.07.2016

Newsletter vom März 2014

 

HURRA! - Kein Gas unterm Gras!

Die BI Freie Erde - Kein Gas informiert: 

Jetzt ist es amtlich bestätigte Gewissheit: die GAZPROM Germania GmbH zieht sich aus der Feldberger Seenlandschaft zurück!

Mit Ablauf des Jahres 2013 hat die GAZPROM das Bergrecht für das „Feld Triepkendorf“ aufgegeben - offizielle Begründung: die gegenwärtig ungünstige Marktlage. Damit bleibt unsere Region einschließlich Nationalpark und Naturpark bis auf weiteres verschont von dem geplanten Erdgasspeicher mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen.

Das Bergamt bestätigte:

"Ein … Betriebsplan wurde dem Bergamt Stralsund nicht eingereicht. Ein Antrag der GAZPROM Germania GmbH auf Verlängerung für die bergrechtliche Erlaubnis wurde nicht

gestellt. Damit ist das erteilte Bergrecht (Erlaubnis) mit Ablauf des 31.12.2013 erloschen.“ 

Wahrhaftig ein Grund zum Feiern! Am 5.März 2014 hatte die BI in den Tenzo-Gasthof Triepkendorf geladen - an den Ort, wo vor drei Jahren die Initiative ihren Anfang nahm. In Anwesenheit des Landesvorsitzenden des BUND, Prof. M. Grünwald, sowie von Unterstützern aus verschiedenen politischen Gruppierungen wie dem Landtagsmitglied Torsten Koplin (Linke) und der Kreistagsabgeordneten Kathrin Grumbach (Grüne) wurde gefeiert und Rückschau gehalten. Auf allen politischen Ebenen bis hin zum Ministerpräsidenten hat sich unsere Bürgerinitiative Gehör verschafft. In zahllosen Gesprächen konnten wir viele Menschen für das Thema sensibilisieren. 13.200 Unterstützer - Einheimische und Gäste - haben unsere Unterschriftensammlung mitgezeichnet. Ein starkes Signal! Die Freude über den guten Ausgang des Themas ist groß!

 Ein Rest Skepsis bleibt: die geologischen Strukturen unter unseren Füßen wurden von der GAZPROM nicht für ungeeignet erklärt. Das Unternehmen begründete seinen Rückzug mit dem zu geringen Preisunterschied zwischen Sommer- und Winterpreisen und bestätigt damit, dass es nicht um die Versorgungssicherheit der Bürger, sondern ums eigene Geschäft geht. Wir werden wachsam verfolgen, ob zu späterem Zeitpunkt neue Pläne geschmiedet werden.

Die aus der BI hervorgegangene BUND-Gruppe "Feldberger Seenland" wird sich weiter für die Lebensqualität in unserer Region engagieren. Auch in Zukunft werden wir uns für den größten Schatz hier vor Ort einsetzen: für unsere einzigartige Landschaft!

 Wir danken noch einmal allen sehr herzlich, die unsere Bürgerinitiative unterstützt haben!

 BI Freie Erde - Kein Gas unterm Gras

i.A. Almut Eschenburg

 

 

Newsletter vom 19.08.2013

Zieht sich die Gazprom zurück? Informationen von Bergamt und Ministerien - Gründung einer BUND-Ortsgruppe ...

 

Liebe Unterstützer und Interessierte der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“,

seit Anfang 2011 beobachtet die BI „Freie Erde“ kritisch die Pläne der Gazprom Germania GmbH, unter der Feldberger Seenlandschaft und dem Müritz-Nationalpark einen Erdgasspeicher für Westeuropa einzurichten.
Jüngste Ereignisse lassen nun hoffen, dass dieses Projekt zumindest vorerst vom Tisch ist.

 Gazprom legt seine Pläne aus wirtschaftlichen Erwägungen auf Eis, teilten Nordkurier und NDR im Juli mit. Zur ersten großen Freude gesellte sich schnell die Frage, ob dieser Meldung, die auf einer PR-Information der Gazprom beruht, tatsächlich zu trauen sei. Inzwischen liegen uns Auskünfte der zuständigen offiziellen Stellen vor: 

Das Bergamt Stralsund schreibt: „Mit Datum 01.07.2013 informierte die Gazprom Germania GmbH das Bergamt Stralsund, keinen Verlängerungsantrag für die bergrechtliche Erlaubnis für das Feld Triepkendorf zu stellen. Damit erlischt das erteilte Bergrecht mit Ablauf des 31.12.2013.“ Das Energieministerium in Schwerin, der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte und Vertreter betroffener Gemeinden bestätigen diese Auskunft.
Allerdings heißt dies auch: rechtlich kann die Gazprom noch bis Jahresende erste Betriebspläne beim Bergamt einreichen und damit das Verfahren ohne Verlängerungsantrag am Laufen halten.

Im Schreiben des Konzerns an den Nordkurier heißt es: „Der Unterschied zwischen den Sommer und Winterpreisen für Erdgas hat sich deutlich verringert und liegt in diesem Jahr nur im Bereich von einem Euro pro Megawattstunde. Auf dieser Basis lässt sich ein Speicher kaum wirtschaftlich betreiben … Unsere übrigen Erkundungsvorhaben in Himmelpfort, Storkow und Klaushagen (Uckermark) werden wir ebenfalls unter dem Aspekt der Marktsituation auf den Prüfstand stellen.“
Anscheinend ging und geht es der Gazprom nicht um „Versorgungssicherheit“, wie im Antrag an das Bergamt behauptet. Ausschlaggebend für die Entscheidungen ist allein die Aussicht auf Profit. So können wir also nur hoffen, dass die Marktlage bleibt, wie sie ist – anderenfalls ist eine Wiederaufnahme des Projektes zu befürchten.
Der Chefgeologe der Gazprom, Martin Zühlke, teilte der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft auf Anfrage mit, dass die Aufsuchungsarbeiten eingestellt würden. Dies läge jedoch nicht daran, dass die Struktur nicht geeignet sei.

Unsere Schlussfolgerung: es gibt Grund zu verhaltener Freude – Sicherheit aber erst nach Ablauf des Jahres 2013. Möglicherweise bleibt die geologische Struktur unserer Region interessant für Unternehmen – ob nun für Gazprom oder andere.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird einen „Unterirdischen Raumordnungsplan“ erstellen. Wir fordern von den verantwortlichen Politikern: unsere Region muss darin eindeutig und auf Dauer von industrieller bergrechtlicher Nutzung ausgenommen werden!

Unsere Unterschriftensammlung, der sich bislang 12.240 Menschen angeschlossen haben, führen wir fort, bis endgültig von offizieller Seite bestätigt ist, dass auch bis zum Jahresende keine Betriebspläne für die Aufsuchungsarbeiten vorgelegt werden.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Unterstützern, die unsere Arbeit begleiten!! Bleiben Sie auch weiterhin mit uns wachsam, bis wir unser Schiff - hoffentlich endgültig - vor Anker legen können.

Am 21.Juni 2013 haben 14 Aktive der Bürgerinitiative Freie Erde die Ortsgruppe „Feldberger Seenland“ im BUND e.V. gegründet. Ziel dieser Gruppe ist, für die Bewahrung der Feldberger Seenlandschaft und des Müritz-Nationalparks für uns und künftige Generationen einzutreten. Zur Vorsitzenden wurde Anja Rosenthal gewählt, zu Stellvertretern Almut Eschenburg und Wolfgang Bärmich; Schatzmeisterin ist Mona Lisa Gluth.
Bürgerinitiative und BUND-Gruppe werden insbesondere im Hinblick auf mögliche bergbauliche Nutzung in der Region eng zusammenarbeiten.

Aktuelle Termine und Informationen finden Sie weiterhin unter www.keingasuntermgras.de. Jeder Interessierte ist zu unseren dort angekündigten regelmäßigen Treffen eingeladen!

Mit herzlichen Grüßen aus der Mecklenburgischen Seenplatte -

Freie Erde – Kein Gas unterm Gras
i.A. Almut Eschenburg

Newsletter vom 14.04.2013

Gespräch beim Bergamt – Stand des Petitionsverfahrens –

Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden ...

 

Liebe Unterstützer und Interessierte der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“,

Seit mittlerweile gut 2 Jahren beobachtet die BI „Freie Erde“ kritisch die Pläne der Gazprom Germania GmbH, unter der Feldberger Seenlandschaft und dem Müritz-Nationalpark einen Erdgasspeicher für Westeuropa einzurichten.

Zur Erinnerung:
das bedeutet 215 km² Erkundungsfläche, Untersuchungen mittels Bohrungen und seismologischen Tests in Maschenweite 30 x 180 m, Industrieanlage von 3-4 ha Größe, Pipelines (30 m Schneisenbreite), ca. 25 Produktions- und 5 Beobachtungsbohrungen, Sondenstationen ... Das Bundesberggesetz, nach dem das Verfahren abläuft, ist antiquiert, vermeidet weitgehend Bürgerbeteiligung, kann alle Nationalpark- und Naturschutzbestimmungen kippen und ermöglicht Enteignungen! Eine Entwertung der Grundstücke ist zu erwarten!
Das Vorhaben mit seinen ober- und unterirdischen Auswirkungen bis hin zu Gefährdung des Grundwassers in ca. 100 km Umkreis sowie seinen nicht auszuschließenden Sicherheitsrisiken schadet unserer Region, die zurecht wirtschaftlich auf naturnahen Tourismus und Gesundheitswirtschaft setzt!

 

Seit unserem letzten Newsletter hat sich einiges getan.
Noch immer sichtet Gazprom Unterlagen früherer geologischer Untersuchungen. Das Unternehmen hält an seinem Vorhaben fest. Betriebspläne wurden nach wie vor nicht vorgelegt.

 

Am 3.April 2013 sind Vertreter der BI zu einem Gespräch beim Bergamt Stralsund mit Bergamtsleiter Herrn Triller und seinem Mitarbeiter Herrn Neufeld gereist. Sowohl die sachlichen Informationen als auch der Stimmungseindruck waren alarmierend:
Das Bergamt sieht sich verpflichtet, das Projekt der Gazprom zu genehmigen, wenn es keine rechtlichen Hinderungsgründe gibt. Diese wären „öffentliches Interesse“ und „Gemeinwohl“. Auch nach mehrmaligem Nachfragen wurde nicht erklärt, was dies juristisch bedeutet – dehnbare Begriffe also. Risiken wie Brände oder Explosionen an Pipelines und Verdichterstationen (wofür es Beispiele in Pichelsdorf und Emsbüren gibt) wurden kleingeredet. Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) seien in Lückenbereichen zwischen Schutzgebieten nicht zwingend erforderlich, einzelne Bohrtürme zum Beispiel könnten also auch ohne UVP errichtet werden.

Im November berichteten wir von der Petition, die wir an den Landtag Schwerin gerichtet haben. Die Mühlen des Petitionsausschusses mahlen langsam. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Das Umweltministerium wurde um eine Stellungnahme gebeten und stellte die rechtliche Situation wie folgt klar: „Auch bei negativen Ergebnissen der Verträglichkeitsprüfung könne aus zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses ein Plan oder Projekt durchgeführt werden, soweit keine Alternativlösung vorhanden sei.“ Dies deckt sich mit den Erklärungen des Bergamtes, zeigt die Stärke des Bundesberggesetzes und die Notwendigkeit, auf politischem Wege rechtzeitig Einfluss zu nehmen!

 

Beim Leiter des Naturparkes Feldberger Seenlandschaft, Dr. Wernicke, informierten wir uns über die vom Speichervorhaben betroffenen Schutzgebiete.
Bis auf kleine Ausnahmen um Ollendorf und in Ortslagen steht das gesamte Erkundungsgebiet unter Landschafts-, Natur-, Wasser- und/oder Vogelschutz; in dem Gebiet liegen Naturpark, Nationalpark, FFH-Gebiete und nicht zuletzt UNESCO-Weltnaturerbe!!
FFH- und Vogelschutzgebiete haben durch europäisches Recht dabei die widerstandsfähigsten Bestimmungen. Generell ist das Bergrecht aber stärker als Naturschutzgesetze!
Umweltverträglichkeitsprüfungen werden vom Projektträger selbst, also durch von der Gazprom beauftragte Büros durchgeführt.

Das Fazit der BI:
der existenzielle Imagefaktor der Region „Nationalpark – Weltnaturerbe – Tourismus/ Gesundheitsregion“ (und davon abhängige Arbeitsplätze) sind gefährdet und zahlreiche auf der „Roten Liste“ stehende Arten sind bedroht!
Eine tatsächliche Neutralität der Umweltverträglichkeitsprüfungen darf bezweifelt werden!

 

Mit BUND und NABU haben wir uns in Neubrandenburg getroffen, auch der Kontakt auf Landesebene ist aufgebaut. Dies ist wichtig, da im Verfahren einzelne Bürger bzw. BIs keinen Einfluss auf Naturschutzbelange haben – Naturschutzverbände hingegen können Stellungnahmen abgeben und sind letztendlich auch klageberechtigt. 

 

Unsere Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden vertieft sich.
Die Größte hiervon ist die Feldberger Seenlandschaft.
Die Gemeindeverwaltung zeigt inzwischen eine aufmerksame Haltung. Dies wurde in einem informellen Gespräch mit Bürgermeisterin Lindheimer und Dr. Stöhring im Februar 2013 deutlich. Auch wurden wir Anfang des Jahres erstmals offiziell zum Neujahrsempfang der Gemeinde eingeladen – eine klare Geste!
Mit den gewählten Gemeindevertretern sind wir mittlerweile im offiziellen Kontakt.
Die Gemeinden Grünow, Carpin und Blankensee sind mit uns aktiv, wir stehen in guter Verbindung zu Bürgermeistern und Gemeindevertretern.

 

Unterstützen auch Sie unsere Bürgerinitiative –
schließen Sie sich den bislang 10.608 Unterzeichnern unserer Unterschriftensammlung an –

sammeln Sie mit (bestellen Sie per mail Unterschriftenlisten zum Ausdrucken!) –
erzählen Sie unsere Geschichte weiter!

 

Aktuelle Termine und Informationen finden Sie unter www.keingasuntermgras.de.
Jeder Interessierte ist zu unseren dort angekündigten regelmäßigen Treffen eingeladen!

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen für die Bewahrung der Feldberger Seenlandschaft und des Müritz-Nationalparks für uns und künftige Generationen einzutreten!
Danke für alle bisherige Unterstützung!!

 

Freie Erde – Kein Gas unterm Gras
i.A. Almut Eschenburg

 

Newsletter vom 1.11.2012

 Über 10.400 Unterschriften – Informationsgespräch mit Ausschussmitgliedern des Landtages – Petition an den Landtag eingereicht 

                                                                                                                    

Liebe Unterstützer und Interessierte der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“!

 

10.416 Unterschriften!

Das ist der aktuelle Stand unserer Unterschriftensammlung. An dieser Stelle wollen wir allen DANKE! sagen, die bisher daran mitwirkten. Es lohnt sich, weiter zu machen – das Projekt Erdgasspeicher in der Feldberger Seenlandschaft ist noch lange nicht vom Tisch!

Am 17.10.2012 bot sich uns die Gelegenheit, im Schweriner Schloss unser Anliegen vor-zutragen. Mit Respekt nahmen die Obleute des Agrar- und des Energieausschusses des Landtages die stolze Zahl unserer Unterstützer zur Kenntnis. Wir tauschten Standpunkte und Argumente aus, klärten gemeinsam Fragen zum Verfahren und werteten die bisherigen Reak-tionen der Landesregierung aus. Aufgrund der betroffenen Belange sei das Umweltministe-rium nun doch zuständig. Das war neu für uns. Die Fraktion der Grünen machte uns darauf aufmerksam, dass in den nächsten 3-4 Jahren der Bedarf an Speichern auch für Erneuerbare Energien steigen wird, Stichwort Methanisierung.

Konsens herrschte in diesem Gesprächskreis jedoch darüber, dass der Standort des geplanten Speichers aufgrund der betroffenen Schutzgebiete "denkbar ungeeignet" sei und falls sich im weiteren Verfahren das Ganze als "nicht ausgleichbarer Eingriff" herausstellen sollte, eine "Genehmigung zu verwehren sei".

Wir wurden von Ausschussmitgliedern aufgefordert, den Kontakt zu ihnen im weiteren Verfahrensverlauf zu pflegen, so dass sie an entsprechender Stelle aktiv werden können.

Im Anschluss an unseren Schwerin-Ausflug reichten wir eine Petition an den Petitions-ausschusss des Landtages ein. So ergibt ein Schritt den nächsten … Informationen darüber finden alle Interessierten auf unser homepage

www.keingasuntermgras.de.

 

Wir wünschen allen Lesern schöne Herbsttage –

die Bürgerinitiative Freie Erde - Kein Gas unterm Gras

i.A. Almut Eschenburg

 

 

Newsletter vom 1.7.2012

Neuester Stand zum Erdgasspeicher – Treffen mit dem Ministerpräsidenten – Gespräche im Energieministerium und Gemeindehaus – Stattfest Feldberg am 7.7.

Liebe Unterstützer und Interessierte der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras"!

Den aktuellen Stand der Pläne der Gazprom Germania zum Erdgasspeicher in der Feldberger Seenlandschaft hat das Unternehmen im Juni unserer Gemeindeverwaltung mitgeteilt. Nach wie vor liegen keine Betriebspläne für die Erkundung vor. Uns wurde jedoch aus dem Schriftverkehr folgendes zitiert: „Als Fazit unserer Ausführungen möchten wir Ihnen vermitteln, dass sich die Gazprom Germania noch in der Phase von Vorstudien befindet und zurzeit die geologischen Daten der Voruntersuchungen sichtet und auswertet." Die Gazprom hält offensichtlich weiter an ihrem Vorhaben fest!  

 

Am 11.April 2012 haben wir in einer Bürgersprechstunde des Ministerpräsidenten Erwin Sellering die ersten 7.107 Unterschriften übergeben. (Mittlerweile ist der Stand 7.960!) Im Gespräch vermied Herr Sellering persönliche Äußerungen zum Projekt, sicherte aber ein transparentes, ergebnisoffenes Verfahren zu. Er stellte in Aussicht, sich mit den zuständigen Ressorts zu verständigen und bezeichnete sich als „sensibilisiert" durch unser Treffen. Allerdings sah er noch keinen dringenden Handlungsbedarf, da das Projekt noch „weit weg" sei.  

Zwischenzeitlich hat sich die Landesregierung gegen die Speicherung von CO2 (nicht zu verwechseln mit Erdgas) ausgesprochen - u.a. mit dem Ziel, entsprechende geologische Strukturen offen zu halten für die Nutzung durch „Zukunftstechnologien" wie Wind-gasspeicherung. Inwiefern dies auch in unserem Fall relevant werden könnte, bleibt abzuwarten.

In diesem Sinne äußerte sich am 19.6.2012 auch die Staatssekretärin im Energieministerium, Frau Ulbrich. Sie betonte uns gegenüber zudem wieder die Macht des Bundesberggesetzes, das auf Landesebene keinen Ermessensspielraum lasse. Zwar bieten Arten- und Wasserschutzaspekte gewisse Möglichkeiten, auch auf rechtlichem Wege Einfluss auf Projektgenehmigungen zu nehmen. Diese sind jedoch begrenzt. (Durch das Berggesetz können Naturschutz- und Nationalparkregelungen außer Kraft gesetzt werden!)

Der Kontakt mit Politikern auf Kreis- und Landesebene verläuft bis jetzt offen und konstruktiv, wenn auch manchmal langsam.

Zurückhaltend reagiert nach wie vor leider die politische Repräsentantin unserer Gemeinde, die Bürgermeisterin Frau Constance Lindheimer. In unserem Treffen am 28.6. 2012 berief sie sich wiederholt auf ihre Funktion der Verwaltungsleitung. Eine öffentliche politische Stellungnahme im Sinne ihrer Region vermeidet sie weiterhin. Nach längerer Diskussion stellte sie in Aussicht, „dass die Betriebspläne zur Erkundung des Untergrundes in der Feldberger Seenlandschaft keine Gnade finden werden." Allerdings dürfte ihr bekannt sein, dass zu dem Zeitpunkt die Gemeinde rechtlich kaum noch eine Chance hat einzugreifen – umso mehr wäre ein öffentliches Statement geboten, das den Einsatz unserer gewählten Gemeindeführung für unsere Region deutlich machte.

Helfen Sie uns, die Feldberger Seenlandschaft, den Müritz-Nationalpark mit seinen zum UNESCO-Weltnaturerbe gekürten Buchenwäldern und die angrenzenden Regionen zu bewahren! Sicherheitsrisiken bestehen neben Bränden an Bohrplätzen und Verdichterstation sowie Havarien an der Pipeline vor allem auch für das Grund- und Trinkwasser im Umkreis bis zu 100 km(!) durch allmähliche Versalzung sowie möglicherweise durch Chemikalien im Zuge von Sprengseismik und Bohrungen (nach Aussagen des Geologen, Geochemikers und Gutachters Dr. habil. Ralf E. Krupp). Jahrelange aufwändige Probebohrungen, Bauarbeiten für Pipelines (in 30m breiten Schneisen), eine 3-4 ha große, mit lautstarken Kompressoren betriebene Industrieanlage (Verdichterstation) und zahlreiche Sondenplätze sind unvereinbar mit den ideellen und wirtschaftlichen Schwerpunkten unserer Region!

Die BI Freie Erde wünscht sich sehr, weiterhin jedermann bei uns im Sinne der Internetpräsenz unserer Gemeinde http://www.feldberg.de begrüßen zu können:

„Herzlich willkommen in einer der schönsten Sommerfrischen Norddeutschlands! Erleben Sie einen großen Artenreichtum an Flora und Fauna, ein facettenreiches Kultur- und Erholungsangebot in einer der einmaligsten Naturlandschaften Europas – wo die Sonne die Eiszeit berührt."

Weiteres:

- am 22.2.2012 haben wir unseren 1. Geburtstag gefeiert.

- auf unserer website ist ein Link zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Torsten Koplin zum Erdgasspeicher Triepkendorf zu finden.  

- am 17.3.2012 sahen zahlreiche Gäste im Feldberger JuRi-Kino den lohnenswerten Film „Das System" mit anschließender Diskussion. 

- wir beteiligen uns mit einem Stand am Stattfest Feldberg am 7. Juli 2012.

- wir haben  MP Erwin Sellering eingeladen, sich im Rahmen seiner Sommertour persönlich von der Schönheit unserer Gegend zu überzeugen. Ob er kommt???


Aktuelle Informationen finden Sie weiterhin unter   http://www.keingasuntermgras.de/?id=23

Wir grüßen herzlich aus der Feldberger Seenlandschaft!

Freie Erde – Kein Gas unterm Gras!

i. A. Almut Eschenburg

Newsletter vom 02.12.2011

Kontakte zu Ministerpräsident Sellering – Gespräche mit Politikern – Brisante 7min im NDR – Brief an die UNESCO und weitere aktuelle Informationen

Liebe Unterstützer der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“!

Einige Wochen sind seit unserem letzten Newsletter ins Land gegangen und wir wollen Euch über die Aktivitäten dieser Zeit informieren.

Der aktuelle Stand unserer Unterschriftensammlung ist 6.313!

Ein großes Dankeschön an alle engagierten Sammler – und: weiter so! Ihr gebt unserer Stimme Gewicht!

Wir berichteten vom Offenen Brief, den wir an den Ministerpräsidenten und den Umweltminister M/Vs geschrieben hatten. Darauf erfolgten dürftige Antworten des Wirtschafts- und des Umweltministeriums ( http://www.keingasuntermgras.de/archiv/aktuelles.html#c218 ).

Bei einer Wahlkampfveranstaltung der SPD in Neubrandenburg am 26.8. konfrontierten wir den (damaligen und aktuellen) Ministerpräsidenten Erwin Sellering mit unseren Forderungen und teilten ihm unsere Enttäuschung mit, dass wir seinerseits weder eine Antwort auf den Offenen Brief noch eine Reaktion auf unseren mehrmals geäußerten Gesprächstermin-Wunsch erhalten hatten. Herr Sellering versteckte sich hinter Floskeln über den üblichen Behördengang sowie fehlende Informationen und wurde teilweise unsachlich respektlos: „Nur weil Sie sich hier engagieren, brauchen Sie nicht zu glauben, dass Sie Recht bekommen!“ So sollte ein führender Landespolitiker nicht mit aktiven Bürgern umgehen!!

Nach mehrfachem Nachfragen ist nach vier (!) Monaten eine Antwort der Staatskanzlei auf unseren Offenen Brief eingegangen, der sich allerdings auf’s Abschreiben vergangener Briefe des Wirtschafts- und des Umweltministeriums beschränkt. Im Namen des Ministerpräsidenten wird lediglich hinzugefügt, dass er „zu allen oben genannten Punkten die gleiche Position hat und sehr darauf achtet, dass Projekte – gleich welcher Art – sich nicht gegen die Interessen des Landes und seiner Bürger richten.“ Danke, dies sollte eigentlich eine nicht erwähnenswürdige Selbstverständlichkeit für einen Landeschef sein!
Mit keinem Wort wird auf unsere Bitte nach einem Termin eingegangen
, Gelegenheit zur Diskussion und zur Übergabe der ersten über 6.313 Unterschriften  zu suchen. Bei allem Verständnis für Koalitionsverhandlungen und Umstrukturierungen in der Zeit nach der Wahl: das ist Hinhaltetaktik! Wir werden uns damit nicht zufriedengeben!

An die UNESCO haben wir uns gewandt, um auf die mögliche Gefährdung des gerade zum Weltnaturerbe gekürten Teils des Müritz-Nationalparks hinzuweisen. Wir erhoffen uns kritische Nachfragen bei den Landesbehörden und dadurch Unterstützung.

UNBEDINGT ANSEHEN sollten Sie sich „Gefährliche Gaskavernen“ in der Mediathek

des NDR: www.ndr.de/mediathek/index.html ! („Mediathek starten“, wenn sich das Fenster öffnet, im Suchen-Fenster „Gas“ eingeben. Der 7-min-Beitrag erscheint in rechter Liste zum Anklicken).

Gefahren von Kavernenspeichern werden am Beispiel Friedeburg/Ostfriesland sehr gut dargestellt: Bodenabsenkungen, Gebäudeschäden/Beweislast beim Hauseigentümer, Wertverlust der Grundstücke, Explosionsgefahr in Verdichter- stationen, Umweltverträglichkeit erst nach Genehmigung geprüft, Landesregierung und Bergamt verharmlosen …
Im Feld Triepkendorf ist zwar ein Porenspeicher geplant, der wird aber erst durch die Kombination mit bei Wesenberg angestrebten 69 (!) Kavernen richtig attraktiv für Gazprom. Und eine Verdichterstation kann auch bei uns explodieren.
Wir sitzen in einem Boot!

Der Umweltausschuss des Landkreises Mecklenburg-Strelitz ließ sich am 9.8. von zwei Gazprom-Vertretern über die geplanten Projekte in der Feldberger Seenlandschaft und bei Wesenberg informieren. Obwohl Claus Weber diesem Tagesordnungspunkt relativ viel Zeit ermöglichte, blieben noch viele Fragen offen. Noch einmal bestätigt wurde, dass
   - vor allem die nahe Kombination Porenspeicher Feld Triepkendorf/ Kavernenspeicher Wesenberg für die Gazprom
     strategisch interessant ist,
   - keine Arbeitsplätze für Menschen der Region zu erwarten seien,
   - das Gas nicht für Mecklenburg-Vorpommern bestimmt sei; die großen Gewinne wären für Gazprom z.B. durch den
     Weiterverkauf über Holland möglich,
   - bei Wesenberg nicht die alten vier Kavernen genutzt werden sollen, sondern bis zu 69 (!) neue entstehen würden,
     wozu z.B. Wasser aus der Havel und dem Labussee genutzt würde;
   - für die Region Storkow und Himmelpfort ebenso Erkundungen geplant sind (das Bergamt Cottbus bestätigte uns das
     Vorliegen des Antrags für Storkow, nicht jedoch für Himmelpfort; das Bergamt Stralsund verneinte, dass ein Antrag
     zu Wesenberg vorläge. Wer verschweigt etwas?!).

Der Energiepolitische Sprecher der Grünen und Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer gab uns wertvolle Hinweise zum Bergrecht und anderen Themen, z.B.:
  - bereits für die Erkundungsphase können Grundeigentümer enteignet werden,
  - im Havariefall haben Betroffene allenfalls zivilrechtliche Ansprüche, müßten also ohne staatliche Unterstützung klagen,
  - das Bergamt informiert die Öffentlichkeit in der Regel zu wenig und kann sich auf Betriebsgeheimnisse berufen,
  - die Salamitaktik stufenweiser Betriebspläne ist typisch und schafft Fakten,
  - die Grünen versuchen, das Bergrecht zu reformieren für z.B. mehr Öffentlichkeitsbeteiligung und für „Beweislastumkehr“
    (Unternehmen, die mit ihrer Tätigkeit das geologische, chemische und/oder biologische Gleichgewicht des Gebietes verändern,
    müssen beweisen, dass sie die entstandenen Folgeschäden nicht verursacht haben),
- das Land MV kann den Nationalpark nicht unter absoluten Schutz stellen, denn es kann nicht Bundesgesetze verändern,
- RWE und Ruhrgas schränken weitere Aktivitäten bzgl. neuer Speicher gerade ein, da der Bedarf ausgereizt sei. Der genaue
    Bedarf in Zukunft sei noch sehr schwer abschätzbar.

Bei einem Treffen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Christoph Poland aus Klein Trebbow sagte dieser uns zu, in Berlin in der Landesgruppe der CDU/CSU-Fraktion über das Problem Erdgasspeicher zu berichten. Durch Anfragen bei den beteiligten Behörden wolle er hinterfragen, ob das Gazprom-Projekt in der kulturtouristischen Region Feldberg-Serrahn-Wesenberg überhaupt sinnvoll ist. Er riet zu Beharrlichkeit auch gegenüber der künftigen Koaltion in Schwerin. Nur durch starken politischen Druck könne das Projekt gekippt werden, wie beim Protest gegen das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide.

Vertreter der BI waren bei der ersten Kreistagssitzug des neuen Kreistages am 13.10. anwesend und sprachen mit Abgeordneten und Gästen.

Wir haben Flyer drucken lassen, um auf unser Thema aufmerksam zu machen und website-Adresse und Kontaktmöglichkeit zu streuen. Wer welche zum Verteilen an sinnvollen Stellen haben möchte, schreibe uns eine mail! info(at)freie-erde(dot)net .

Auf dem Demokratiefest in Neustrelitz waren wir mit einem Stand vertreten und konnten in vielen Gesprächen Bürger und auch Politiker aller dort vertretenen Parteien von unserem Anliegen überzeugen und zahlreiche Unterschriften sammeln.

… es bleibt spannend und Unterstützung in der Arbeit können wir jederzeit gebrauchen
„Jeder nach seinen Möglichkeiten“ ist das Motto dafür!

 

Wir grüßen Euch herzlich aus der Feldberger Seenlandschaft!

Freie Erde – Kein Gas unterm Gras!
i. A. Almut Eschenburg

Newsletter vom 01.08.2011

Liebe Unterstützer der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“!

Vortrag des Gazprom-Geologen M. Zühlke – Offener Brief – aktuelle Informationen

<Zum ausführlicher Bericht über den Vortrag>

Martin Zühlke, Geologe der Gazprom Germania GmbH, hielt am 23.6. einen Vortrag beim Geowissenschaftlichen Verein Neubrandenburg.

Thema des Vortrags waren die Erkundungsarbeiten der Gazprom für einen geplanten Erdgas-speicher in Hinrichshagen. Im Anschluss daran wurden zahlreiche Fragen, v. a. zum in unserer Region geplanten Speicher gestellt und mehr oder weniger beantwortet.

Die inhaltlichen Hauptaussagen der sehr informativen Veranstaltung waren:

* Es gibt bereits 47 Erdgasspeicher in Deutschland.

* Diese Speicher haben bereits insgesamt ein Arbeitsgasvolumen von 21,3 Mrd. m³, das sind ca. 20 % des deutschen Jahresverbrauchs. Kommen alle bis jetzt im Bau und in Planung befindlichen weiteren Speicher dazu, erreicht man ein verfügbares Volumen von 34 Mrd. m³, also ~ 30 % des Jahres-verbrauchs.      

* Mecklenburg-Vorpommern ist für die Gazprom als Absatzmarkt uninteressant. Der bei uns geplante Speicher wird von Herrn Zühlke als „strategischer Speicher“ für „Gesamtdeutschland und Westeuropa“ bezeichnet! 

* Laut Zühlke ist die Zielsetzung der Gazprom, unabhängig von Speichern anderer Unternehmen zu sein. Auch wenn bereits riesige Vorratsmöglichkeiten in Deutschland existieren, sucht das Unternehmen nach mehr eigenen Speichern, um seine Vormachtstellung auf dem Gasmarkt auszubauen.

 


Offener Brief an Sellering und Backhaus

Am 14. Juli 2011 schickten wir einen Offenen Brief an Ministerpräsident Sellering und an Umweltminister Backhaus.   <zum Brief>

Anlaß dazu waren große Worte zur Verleihung des Weltnaturerbetitels für den Serrahner Buchenwald durch die UNESCO am 25.6.2011 – denen unserer Meinung nach die entsprechenden Taten zum Schutz eben diese Weltnaturerbes folgen müssen.

 

„… Es reicht nicht, Herr Sellering, dass Sie den Antrag an die UNESCO unterzeichnet haben, sondern Sie müssen sich für den Schutz der einzigartigen Landschaft einsetzen. Es reicht auch nicht, Herr Backhaus, dass Sie die UNESCO-Entscheidung als großen Tag für den Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern feiern und sich freuen, dass "unsere Buchenwälder nun auf einer Stufe mit weltweit so bedeutenden Stätten wie dem Yellowstone Nationalpark, den Viktoria Wasserfällen und den Galapagos Inseln " stünden. Wir verlangen von Ihnen, alle laufenden Genehmigungsverfahren beim Bergamt Stralsund für die geologischen Erkundungen in der Feldberger Seenlandschaft durch Gazprom zu stoppen. …“

Die Presse berichtete über unsere Aktion, auf eine Reaktion der angeschriebenen Herren warten wir bisher leider vergeblich!

 

Unterschriftensammlung

Der gegenwärtige Stand unserer Unterschriftensammlung ist am 30.August 2011 bereits 2760!

Allen Sammlern Dank und Weiter so! Auf Anfrage verschicken wir die Datei des Listen-formulars, bitte wendet Euch an info@freie-erde.net!

 

Aktuelles

Der in Koldenhof lebende Schauspieler Jürgen Holtz, bekannt durch die Filme „Good bye, Lenin!“, „Motzki“ und andere, unterstützt unseren Protest gegen den Erdgasspeicher. Der Nordkurier berichtete am 30.7. darüber.

 

Wir wollen in den kommenden Wochen auf Wahlkampfveranstaltungen der verschiedenen Parteien präsent sein und die Kandidaten zum Thema Gazprom-Speicher in die Pflicht nehmen. Beteiligt auch Ihr Euch an diesen Aktionen!

Wir suchen mehr aktive Mitstreiter, die uns in der alltäglichen BI-Arbeit unterstützen! Wendet Euch an info(at)freie-erde(dot)net, wir freuen uns auf Euch! Jeder kann sich seinen Kapazitäten entsprechend einbringen.

 

Am 20. August 2011 werden wir am Demokratiefest Neustrelitz teilnehmen.

Der Lokale Aktionsplan Mecklenburg-Strelitz schreibt: „Das Demokratiefest soll die demo-kratische Bürgergesellschaft und die zivilgesellschaftlichen Strukturen in Neustrelitz und dem Landkreis Mecklenburg-Strelitz stärken. Politische Anliegen sollen mit künstlerischen Elementen und internationalem Essen verbunden werden.“ (http://lap-mst.de/index.php)

 

 

Protestwanderung 25. Juni 2011
Unsere Protestwanderung am 25. Juni war ein großer Erfolg!

Presseartikel dazu findet Ihr unter http://www.keingasuntermgras.de/presse.html.

 

Wir grüßen Euch herzlich aus der Feldberger Seenlandschaft!

Freie Erde – Kein Gas unterm Gras!

Almut Eschenburg

Newsletter vom 02.06.2011

Liebe Unterstützer der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“!

 

Einladung zur Protestwanderung gegen Erdgasspeicher – Unterschriftensammlung – aktuelle Informationen

Protestwanderung 25. Juni 2011
Treffpunkt: 11.00 Uhr am Gasthof Tenzo in Triepkendorf
12.00 Uhr Kundgebung an der Kreuzung Sägewerk Koldenhof

<Zum Aufruftext>

Unterschriftensammlung

Bis heute haben mindestens 745 (!) Bürger unsere Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützt. Danke!

Ein Hinweis: die bei der Gründungsversammlung am 23.2. ausliegende Liste ist NICHT Teil der Unterschriftensammlung gewesen, sondern diente erst einmal der Interessenbekun-dung für weitere Informationen. Die dort Eingeschriebenen können wir nicht automatisch zur Sammlung zählen - wir bitten Euch alle, auch den ausliegenden Unterschriftensammlungs-Text zu unterzeichnen!

Aktuelles

Da bisher keine Betriebspläne der Gazprom vorliegen, gibt es noch keine weiteren konkreten Fakten.

Die Zeitungsmeldung, dass die Gazprom bisher keine Betriebspläne für Bohrungen in der Feldberger Seenlandschaft eingereicht hat und dies zunächst auch nicht plant (Nordkurier 19.5.2011), ist zwar korrekt, soll aber vermutlich der Beruhigung dienen: laut Ablaufplan werden zunächst Betriebspläne zur seismischen Untersuchung des Geländes eingereicht. Diese Messungen werden meist in der kalten Jahreszeit vorgenommen, es kann also noch eine Weile dauern, bis diese Etappe eröffnet wird.

Versprechen die seismischen Untersuchungen Erfolg, dann folgen Betriebspläne für die nächste Etappe – die Bohrungen.

Geduld und Dranbleiben ist also die Devise J! Post aus dem Wirtschaftsministerium von MV und anderer auf Landesebene (nach dem Motto: „alles nicht so schlimm!“) sowie die zögerliche Haltung der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft zeigen uns, dass wir wachsam bleiben müssen und geplante Aktivitäten wie die Protestwanderung mit unverminderter Energie angehen sollten!

Der Landrat H. Kärger hält seinen Widerspruch gegen die Speicherpläne aufrecht, obwohl er in Schwerin zur Zurücknahme aufgefordert wurde!

Wir bemühen uns gegenwärtig um Kontakte zu Geophysikern, die uns zu beraten können.

Jeder Hinweis auf Fachleute (geologisch oder rechtlich) hilft!

Wir werden am 9. Juli 2011 beim „Stattfest“ in Feldberg und am 20. August 2011 beim Demokratiefest des Kunsthauses Neustrelitz teilnehmen und hoffen auch da auf viele an-geregte Gespräche mit interessierten Bürgern ( - wie am 13. Mai beim Pressebus in Feldberg).

Unsere website www.freie-erde.net bzw. www.keingasuntermgras.de ist online! Zu ihren Kinderkrankheiten gehörte leider, dass das Kontaktformular nicht gleich funktionierte. Wir bitten um Entschuldigung – der Fehler ist inzwischen behoben.

 

Unterschriftenaktion
Erfahrungsaustausch 5.8.2011
Unterschriftenaktion
Protestwanderung 25.6.2011

Newsletter vom 28.04.2011

Liebe Unterstützer der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“!

Zwei Einladungen - neue email-Adresse - website Freischaltung - aktuelle Informationen

Am 30. April von 10 – 13 Uhr wird beim Rathaus Feldberg offiziell unsere Unterschriftenaktion gegen das von Gazprom geplante Erdgaslager in der Feldberger Seenlandschaft eröffnet. Mitglieder der BI werden vor Ort sein und möchten mit vielen Menschen ins Gespräch kommen.

 

 

Am 25. Juni um 11 Uhr rufen wir zu einer Protestwanderung auf!

Wir möchten mit möglichst vielen Unterstützern öffentlichkeitswirksam von Triepkendorf zum Zentrum des geplanten Erdgaslagers in der Nähe vom Sägewerk Koldenhof wandern und dort eine Kundgebung veranstalten.

Weitere Informationen dazu kommen rechtzeitig vorher.

 

 

Anfang Mai (2./3.5.) wird unsere website www.freie-erde.net freigeschaltet. Schaut rein!

Ebenfalls ab Anfang Mai gilt unsere endgültige email-Adresse info(at)freie-erde(dot)net.

Was hat sich seit der Gründungsversammlung am 23.2.2011 getan?

Wir haben Einsicht in den Antrag der Gazprom Germania GmbH beim Bergamt Stralsund genommen. Einige wesentliche Fakten:

-        die Grenzen des betroffenen Gebietes gehen
* im Norden von Georgenhof/Carpin über Ollendorf, Dolgen, Weitendorf bis Schlicht;
* im Osten über Wittenhagen bis Thomsdorf;
* im Süden an der brandenburgischen Grenze entlang (Mechow, Hasselförde, Wokuhl-Dabelow) und
* im Westen über Herzwolde wieder bis kurz vor Thurow.

Es handelt sich um eine Fläche von ca. 215 km².

Betroffen sind z.B. der Müritz-Nationalpark/Serrahn, der Naturpark Feldberger Seenlandschaft, diverse Naturschutzgebiete (u. a. Heilige Hallen, Hullerbusch, Schmaler Luzin, Krüselin- und Mechowseen), Landschafts- und Vogelschutzgebiete.

-         Im Endausbau sind vorgesehen:

o       * Ca. 25 Produktionsbohrungen
Ca. 5 Beobachtungsbohrungen 
* Der Speicher in Tiefe von ca. 1850 – 2300 m u. NN
* Speicherdruck zwischen ca. 115 und 265 bar

-        Hierfür wird mindestens eine turbinenbetriebene Verdichterstation nötig sein, also eine Industrieanlage auf ca. 3-4 ha Fläche.

-        Außerdem wird eine Pipeline-Anbindung an die OPAL notwendig, Schneisenbreite ca. 30 m, Verlauf noch unklar.

-        Geplant sind 6 Etappen der Erkundung des Gebietes. Ab der 2. Etappe müssen jeweils Betriebspläne vorgelegt werden, welche 4 Wochen zur Einsicht und ggf. für Widerspruch öffentlich ausliegen müssen.

o       1. Sichtung und Auswertung bereits vorhandener geologischer Informationen

o       2. seismische Messungen im gesamten Gebiet

o       3. erste Vertikalbohrung Nähe Koldenhof/Gräpkenteich (im Naturpark FSL)

o      4. weitere Vertikalbohrungen im gesamten Erkundungsgebiet, auch im Müritz-Natioanlpark/Teil Serrahn

o       5. flächenhafte Tests zum Verhalten der Speicher- und Stauerhorizonte

o       6. 3D-seismische Erkundung (ggf. bereits nach 3. Etappe)

 

Vertreter der BI hatten diverse Kontakte zu Politikern und Behörden.

Wichtige Ergebnisse unter anderen:

-        Der Landrat Herr Heiko Kärger unterstützt unser Anliegen und hat sich in einem Brief an Gazprom für die Rücknahme der Pläne ausgesprochen! Der Nordkurier berichtete.

-        Zuspruch kam auch von anderen Parteien: vom Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landkreis, Herrn M.Körner; von Herrn H.Fulda, die Grünen; und von der Kreistagsfraktion Der Linken.

-         Die Bürgermeisterin der FSL, Frau C. Lindheimer und ihr Stellvertreter, Herr Stöhring, stehen unserer BI aufgeschlossen gegenüber, beziehen jedoch (noch?!) nicht öffentlich Stellung mit eindeutigen politischen Aussagen.

-        Das Müritz-Nationalparkamt hat bereits eine ablehnende Stellungnahme an das Bergamt Stralsund gegeben.

Die Verwaltung des Nationalparks sieht durch den geplanten Erdgasspeicher ihre einzigartige Naturregion gefährdet und befürchtet im schlimmsten Fall die mögliche Aushebelung der Schutzbestimmungen durch Bergrecht.

Wir stehen weiter in Kontakt zum Nationalparkamt und danken den Mitarbeitern dort für ihre Unterstützung!

-        Die Umweltschutzorganisationen greenpeace und BUND konzentrieren sich aus Kapazitätsgründen vor allem auf die Verhinderung der CCS-Technologie und damit verbundene CO2-Speicher. Wir bekommen von ihnen zur Zeit zwar Zuspruch, können jedoch kaum mit konkreter Hilfe in der BI-Arbeit rechnen.

-        Der BUND wird im kommenden Genehmigungsverfahren beteiligt werden und kann dann eine ablehnende Stellungnahme abgeben.

-        Greenpeace hat uns aktive Unterstützung zugesichert, sollte eine Umwidmung der Speicherkapazitäten hin zu CO2-Speicherung erfolgen.

-        Den wwf konnten wir bisher nicht als Mitstreiter gewinnen. Erdgasspeicherung ist für diese Organisation kaum Thema, sie steht sogar der CO2-Speicherung aufgeschlossen gegenüber.

-        Der Leiter des Naturparks Uckermärkische Seen, Herr Roland Resch, hat uns seine Solidarität zugesichert. 

Wir bleiben dran!!

Es gab bereits verschiedene Presse-Artikel. Ihr findet sie auf der website.

Zum Abschluss die Bitte: sammelt Unterschriften mit der im Anhang befindlichen Liste und sendet sie an unsere Kontaktadresse:

Anja Rosenthal
Rundweg 11
17258 Feldberger Seenlandschaft!

Wer aktiv in Arbeitsgruppen mitarbeiten möchte, melde sich bitte per email, weitere Hilfe ist sehr willkommen!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und auf hoffentlich zahlreiche neue Unterstützer am 30. April und am 25. Juni!

Weitere Termine werden entsprechend bekanntgegeben.

 

Mit herzlichen Grüßen

Freie Erde – Kein Gas unterm Gras

Im Auftrag der BI – Almut Eschenburg